Pressestimmen
Die Schöpfung
02.06.2009 / Die Presse
Haydn-Festspiele: Haydn-Todestag mit Sensationsdebüt
...Bei allen großen Namen verdankt dieses Festival aber doch einem Ensemble wesentlich seine
Kontinuität: der Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie. Adam Fischer hat sie 1987
initiiert, mit ihr sämtliche Haydn-Symphonien eingespielt und Gastspiele in aller Welt gegeben.
Selbstredend, dass die Haydn-Festspiele bei dem vom Fernsehen ausgestrahlten Festkonzert zum
200.Todestag auf diese Paarung setzten.
Von ihr gingen im Verein mit dem von Michael Grohotolsky bestens einstudierten Wiener
Kammerchor auch die musikantischen Impulse dieser Aufführung im Haydnsaal des Schlosses
Esterházy aus. Fischer, der gegenwärtige Budapester GMD, hat im Laufe der Jahre zu seinem
eigenen Haydn-Stil gefunden. Lebendigkeit des Ausdrucks steht an erster Stelle. Dem ordnet er
alles unter: Tempo, Dynamik, Artikulation, Phrasierung, Beleuchtung der Details. Sprühende
Musizierfreude will er vermitteln, wie sich auch an diesem Vormittag mit Bundespräsident Fischer
und seinem slowakischen Amtskollegen an der Spitze zeigte.
Sänger standen im Mittelpunkt
Die Musiker ließen sich nicht lange bitten. Sie musizierten mit freudigem Elan, reagierten ebenso
flexibel auf Fischers oft spontan verlangten Akzente wie auf die zahlreichen Nuancen der Sänger. ...
Die Schöpfung
29.05.2009 / Tiroler Tageszeitung
Vier Tage vor dem 200. Todestag bejubelte das Publikum im letzten Meisterkonzert Haydns Oratorium "Die Schöpfung".
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Kurzweilig entwickelte er (Adam Fischer) hoch engagierte Musizierlust durch belebend zügige Tempi, ohne voranzutreiben. Leuchtend klangsatt stellte er seine Interpretation in die Nähe der Tradition des empfindsamen Stils, ohne dabei tonmalerisch grelle Effekte zu vernachlässigen.
Den Wiener Kammerchor nützte er orchestral, um dramatisch imposante Jubilierstimmung zu erzeugen. Chorleiter Michael Grohotolsky formte einen Zusammenklang, der im Pianissimo genauso wie im Forte erfreulich einheitlich blieb. ...
Die Schöpfung
29.05.2009 / Kronen Zeitung
Zum 200. Todestag Joseph Haydns hätte es keine schönere Würdigung geben können als das Meisterkonzert, in dem die Haydn-Philharmonie unter ihrem beseelten Dirigenten Adam Fischer mit dem tonschönen Wiener Kammerchor und exzellenten Solisten Haydns Meister-Oratorium "Die Schöpfung" aufführten.
Kaum je hat man die Wendung vom "Chaos" zum "und es ward LICHT" so aufregend, so strahlend erlebt, wie denn diese einzigartig vertonte Schöpfungsgeschichte insgesamt mit erfrischender Lebendigkeit und Spitzenleistungen der Interpreten beglückte.
Stabat mater
10.04.2009 / Wiener Zeitung
Die Chordamen schließen versonnen die Augen, und im Publikum
gebieten Tränen der Rührung, nach Taschentüchern zu kramen: So geschehen
bei Haydns "Stabat Mater" im Rahmen des Osterklang-Festivals in der
Hofburgkapelle.
Auslöser war die Alt-Arie "Fac me vere tecum flere", seidenweich
phrasiert von Michaela Selinger. Haydn lässt hier schon 1767 die
Ausdrucksvielfalt seiner späten Oratorien erahnen: Die Begleitung
effektvoll, die fugierten Chorpassagen beeindruckend, die Bass-Arien
dramatisch, als würde Don Giovanni kurz aus der Hölle vorbeischauen, um
von den Flammen der Unterwelt zu singen.
Martin Haselböck und der Wiener Akademie gelang es, diesen Ideenreichtum
anschaulich zu formulieren und große Bögen zu spannen. ...
Der
Wiener Kammerchor erfreute mit einem strahlenden Schluss-Fugato.
Il ritorno di Tobia, Hob.XXI:1
06.09.2008 / Die Presse
Untadelig der von Michael Grohotolsky
einstudierte, auch für Finalglanz sorgende Wiener
Kammerchor.
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