Wiener Kammerchor

Magnificat doppelt

Mit dem renommierten französische Barockensemble Les Talens Lyriques bringt der Wiener Kammerchor Bachs Magnificats zur Aufführung. Unter der Leitung des international anerkannten Cembalisten und Dirigenten Christophe Rousset konzertieren die Ensembles in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland.

Beim Bachfest Leipzig wird das Magnificat von Johann Sebastian Bach jenem seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach gegenübergestellt. Die beiden berühmten Magnificat Vertonungen verbindet ein gemeinsames Schicksal, obgleich sie im Abstand von 20 Jahren entstanden. Johann Sebastian Bach vertonte den Hymnus bereits im Jahr 1723, kurz nachdem er zum Thomaskantor in Leipzig ernannt worden war. Diese erste Fassung stand in Es-Dur und wurde von Bach einige Jahre später zur heute zumeist gespielten Fassung in D-Dur überarbeitet.

Carl Philipp Emanuel Bach schrieb sein Magnificat im Jahr 1749. Mit dieser Probe-Music bewarb er sich um die Nachfolge seines schwer erkrankten Vaters als Kantor der Thomaskirche. Die Gegenüberstellung der beiden Kompositionen bereichert durch die unterschiedliche musikalische Ausdeutung des berühmten Hymnus der Heimsuchung. Die Vertonung von Johann Sebastian Bach ist intimer, geprägt von einer Atmosphäre der Kontemplation. Das Werk seines Sohnes ist feierlicher und jubelnder und verkündet die Herrlichkeit der bevorstehenden Geburt Jesu Christi. 

 

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750):

  • Ouvertüre für Orchester Nr. 3 in D-Dur BWV 1068 (1731)
  • Magnificat in D-Dur BWV 243 (1732)

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)

  • Magnificat in D-Dur Wq 215

 

Interpreten:

Sopran 1 : Hannah Morrison
Sopran 2 : Ambroisine Bré
Alt : Margot Oitzinger
Tenor : Thomas Hobbs
Bass : Halvor F. Melien

Les Talens Lyriques
Wiener Kammerchor

Leitung: Christophe Rousset